LICC - BUCHSAUSE: Vom Ende der Einsamkeit (Benedict Wells)

Samstag, 29. Oktober 2016
Ewig lang gab es hier keine Buchsause mehr. Liegt zum einen daran, dass ich im Rahmen meines Germanistik Studiums so unfassbar viel lesen musste, dass ich keine Motivation mehr hatte etwas anderes zu lesen (abgesehen von der VOGUE, aber die zählt wohl kaum). Zum anderen waren die Bücher, die ich dann doch gelesen habe, nicht wirklich gut oder so ewig lange Besucher auf meinem Nachttisch, dass ich am Ende gar nicht mehr so recht wusste, wie es anfing, um euch hier was sinnvolles dazu zu tippen.

Also habe ich nach unzähligen Reclam Monster für die Uni und schlechten Kitsch-Romanen (als totaler Kontrast), wieder angefangen was sinniges zu lesen. Etwas, das mich vom Kopf nicht super anstrengt bevor ich einschlafe, sondern lediglich fesselt. 
By the way: Ich finde es super klasse, als abendliches Ritual ein Kapitel zu lesen, anstatt ewig aufs Handy zu starren. 

Meine Wahl fiel erst einmal auf einen Roman, der sich viel mehr als ganz schön gruselig entpuppte. Interessant, aber ich warte erstmal auf den Film, bevor ich hier mehr verrate.

Dicht gefolgt war das ganze dann von einer "Halb-Schnulze", um die es nun auch geht: "Vom Ende der Einsamkeit" von Benedict Wells


Gestanden, ein bisschen angefixt von den Janes machte ich mich auf das Buch zu kaufen. Ganz schön gefährlich, denn in Buchläden verbringe ich gerne Stunden und will gefühlt 100 Bücher in 10 Tagen lesen. 

Diogenes schreibt: " »Eine schwierige Kindheit ist wie ein unsichtbarer Feind: Man weiß nie, wann er zuschlagen wird.« Jules und seine beiden Geschwister wachsen behütet auf, bis ihre Eltern bei einem Unfall ums Leben kommen. Als Erwachsene glauben sie, diesen Schicksalsschlag überwunden zu haben. Doch dann holt sie die Vergangenheit wieder ein. Ein berührender Roman über das Überwinden von Verlust und Einsamkeit und über die Frage, was in einem Menschen unveränderlich ist. Und vor allem: eine große Liebesgeschichte."

Und damit beschreibt Diogenes das Meisterwerk von Wells ganz gut. Nur haben sie einen entschiedenen Punkt vergessen: "Halten Sie Taschentücher beim Lesen bereit!"

Jawohl! Anfangs erschien es mir noch locker leicht mit wunderbarer Wortwahl, doch zum Ende hin wurde es schlagartig unfassbar traurig, dass ich nur noch mit verheulten Augen da saß und nicht mehr aufhören konnte zu lesen. Die Geschichte fesselte mich so sehr, dass ich die Trauer der Personen quasi spüren konnte.

Hach! Was ein Drama! Und trotz den vielen Tränen, ist es so unfassbar schön geschrieben. Weil Benedict Wells so schön ist (really ein sexy boy) und weil ich bei solchen Büchern mein Leben einfach noch viel mehr schätze. Diese kleinen tollen Selbstverständlichkeiten, die einen viel glücklicher machen sollten. 

Vom Ende der Einsamkeit, Diogenes, März 2016

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