LICC - ON TOUR: Dresden (GER)

Mittwoch, 1. November 2017
Dresden und ich - eine Hass-Liebe - kann man das so sagen? Wahrscheinlich ist das schon zu hart ausgedrückt, denn betrachtet man die Stadt, so ist Dresden einfach eine furchtbar schöne Stadt. Mein geliebtes Köln kann da gerade mal mit dem Dom mithalten, wenn man sich anschaut, was Dresden alles für Sehenswürdigkeiten zu bieten hat.

Hass-Liebe ist es, da mir Dresden unibedingt A. weg genommen hat und auf uns einige Monate (klingt weniger als Jahre, auch wenn es Jahre sind) Fernbeziehungsromatik warten. Fernbeziehungsromatik heißt für mich aber auch, einige Stunden Zugfahrt in der ich wunderbar meine Texte hier für euch runter tippen kann. So unbezahlbar und wunderbar es doch ist, sich mit dem Liebsten die Vier-Wände zu teilen, so hat es auch einige positiven Seiten einige Kilometer zwischen sich zu haben. 

Darum soll es hier und heute aber gar nicht gehen, denn ich möchte euch ein bisschen Dresden zeigen und erzählen, was ich an meinem ersten langen Wochenende Dresden gesehen habe. Ich möchte euch erzählen, was wir unternommen haben und was wir besser hätten sein gelassen.


Von Köln aus kann man super gut und günstig in nicht mal einer Stunde nach Dresden fliegen. Sollten keine günstigen Flugtickets zu finden sein, so gibt es auch immer wieder Bahn Gutscheine mit denen die Fahrt 30€ kostet (im Vergleich: Für den Flug habe ich 40€ bezahlt).

Vom Flughafen aus ist man super schnell mit der Bahn in der Stadt und bei Anreise mit dem Zug ist man ja eh direkt mittendrin. 


Tipp 1: Stadtführung



Ein bisschen wie aus einer anderen Zeit warten überall alte Gemäuer auf einen. Daher mein Tipp: Macht eine Stadtführung. Wir haben eine schaurige Nachtführung gemacht, die bis auf den Regen super interessant war. Ein verkleiderte Kerkermeister zeigte uns die schaurigen Plätze von Dresden und erklärte auch ansonsten allerhand, was man über Dresden wissen sollte. Das ganze verpackt in eine Art Märchen, wie ein Geschichten-Onkel. Sehr unterhaltsam. 
Wir machen sicherlich nochmal eine Stadtführung, da die Stadt super, super viel kulturell zu bieten hat, sodass man jedes mal etwas anderes lernt.



Tipp 2: Semper Oper



Sehr bekannt ist Dresden für seine Semper Oper. Spontan haben wir eine Führung gebucht und uns die Oper von Innen zeigen lassen. Sehr prunkvoll von innen und außen. Wusstet ihr z.B. das die Semper Oper eigentlich ein paar Meter vor der jetzigen Oper stand und wegen einem Räucherkerzchen durch den Sohn Semper neugebaut werden musste? Allein für solche Infos lohnt sich eine Führung. Wer sich aber vorab ein bisschen einliest, dem würde ich raten, sich heraus zu putzen und einfach Abends ein Stück in der Oper zu besuchen. Die Karten gibt es schon für kleines Geld und das prunkvolle Gebäude bekommt man dann in Action zu sehen. 


Tipp 3: Hygiene Museum



Nun gut, über den Namen "Hygiene Museum" lässt sich ein bisschen streiten, denn der Titel "Menschenkunde Museum" würde wohl besser passen. Von der Geburt eines Menschen, über medizinische Fortschritte und das Altern. Im Hygiene Museum lernt man allerhand über unsereins. Dabei handelt es sich nicht allein um ein Museum zum Bestaunen, sondern ein interaktives Museum. Ob durch Brillen schauen in denen die Sicht altert wie bei alten Menschen, ein Gedankentest, wer von beiden am wenigsten Denken kann oder aber ein Tanzkurs in einer Box. Das Hygiene Museum ist für Groß und Klein sehr interessant und ein sehr guter Zeitvertreib bei schlechtem Wetter. 


Tipp 4: Frauenkirche



Passend zum Luther Feiertag war ich direkt am Luther Denkmal mitten in Dresden an der Dresdner Frauenkirche. Neben unserem Dom in Köln sieht sie natürlich klein und unbeholfen aus, aber die Geschichte dahinter finde ich ganz wunderbar: Die Dresdner Frauenkirche wurde wie viele andere tolle Gebäude auch im 2. Weltkrieg zerbombt. Um genau zu sein stand kaum noch etwas. Mit einer Crowdfunding-Aktion hat Dresden Geld gesammelt, um mit finanzieller Hilfe der ganzen Welt die Kirche wieder aufzubauen. So konnte die Dresdner Frauenkirche 1992 neu eröffnet werden. Allein für diese Welt-Gemeinschafts-Story lohnt sich ein Besuch.


Tipp 5: Spazieren & Joggen



Mir fällt es in "fremden" Städten viel leichter die Laufschuhe zu schnüren als zu Hause. Beim Laufen und Spazieren entdeckt man wunderschöne Ecken und erkundet Städte auf eine ganz andere Art und Weise. So habe ich mich auch motiviert und bin eine Runde über die Brücken der Elbe laufen gewesen. So konnte ich z.B. die Dresdner "Skyline" von der anderen Seite bestaunen. Im Sommer gibt es hier auch einen Biergarten, der sehr nett aussah. Nach dem Winterschlaf werden wir den wohl auch mal erkunden.



Das war meine Dresdenreise No.1. Über weitere Dresden Tipps freue ich mich und nach der nächsten Reise gibt es sicherlich neue Tipps für euch. Eins steht auf jedenfall fest: Dresden ist eine Städtereise wert, ob für die Fernbeziehungsromantik oder einfach nur so.

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