LICC - FERNBEZIEHUNGSROMANTIK: 10 Tipps für die Fernbeziehung

Mittwoch, 23. Januar 2019
Das A. und ich seit nun fast 1,5 Jahren eine Fernbeziehung führen, ist meinen lieben Lesern wohl nicht verschwiegen geblieben. Weiß Gott keine einfache Kiste, doch wie heißt es in einem kölschen Lied so schon „Doch wat dat man nit… alles für die Liebe…“. Ständig hören wir von allen Seiten "Ich könnte das ja nicht".

Doch wie machen wir das eigentlich mit der Entfernung? Mehr Schlecht als Recht? Gesammelt habe ich für euch 10 Tipps, die eine Fernbeziehung erquicken. Noch dazu sei gesagt, dass man die Punkte sicherlich nicht pauschalisieren kann, doch einen Versuch ist es allemal wert.


Foto by Goldlicht Fotografie 

1) Ehrlich sein!

 Die schlauen Menschen unter euch denken sich bestimmt, dass es doch in jeder Beziehung klar sein sollte, dass man ehrlich zueinander ist. Doch in einer Fernbeziehung ist es nochmal doppelt wichtig. Ohne Zweifel sieht man sich einfach seltener und muss sich daher nicht nur vertrauen, sondern auch ehrlich sein. Jeder hört gerne, dass er vermisst wird, doch wir haben gelernt, dass es genauso wichtig ist, sich auch mal zu sagen, dass man sich nicht vermisst. Klingt super hart und kann ganz bestimmt auch weh tun zu hören, doch am Ende vom Lied ist es viel mehr Wert wirklich ehrlich zu hören, dass man vermisst wird. Gilt übrigens genauso bei den magischen drei Worten. Ganz egal ob Fernbeziehung oder nicht.


2) Geht euch nicht auf die Nerven!

Jeden Tag was voneinander hören ist gut und sehen wir auch als wichtig an. Man führt aber nun mal unterschiedliche Leben und tauscht sich nicht über jede kleinste Kleinigkeit aus. Auch dort gilt, dass seltener, stärker sein kann. Jeder hat mal einen stressigen Tag und den dann noch zwischen Termin drei und vier weiter zu geben ist nicht unbedingt hilfreich. Genervte Nachrichten sind oft eher zu vermeiden. Meist betrifft es gar nicht den Partner, doch kommt bei gereizter Stimmung oft dort falsch an. Heißt auch nicht sich immer nur zu melden, wenn alles Tip-Top ist, doch bisschen Kopf einschalten vor Nachrichten kann helfen und Stress vermeiden.


3) Plant das nächste Treffen vor dem Letzten!

A. und mich trennen 571 Kilometer. Das ist eine Stunde Flug, sechs Stunden mit dem Auto oder gut sieben Stunden mit dem Zug. Kein Katzensprung und gedanklich oft am anderen Ende der Welt. Erträglich macht es zu wissen, wann man sich das nächste Mal sieht. Date-Weekends bei denen man weiß, dass man sich drei Wochen später wieder sieht, kann man gut genießen. Weiß man aber nicht, ob das nächste Date in drei oder sechs Wochen ist, ist der Herzschmerz oft schon vorprogrammiert. Gerade bei einer so großen Entfernung ist es auch einfach zahlbarer, wenn man möglichst zeitig Tickets bucht.


4) Updatet euch über das normale Leben.

Auch wenn der Partner nicht täglich am gleichen Frühstückstisch sitzt, so gehört er doch als sehr wichtiger Teil zum Leben dazu. Man muss sich nicht über jeden Klimbim austauschen, doch kann sich auch banale Dinge erzählen wie „Mensch war die Roulade in der Kantine heute lecker“. So fühlt man sich ein bisschen beteiligter am Leben des anderen und verfremdet nicht so sehr.


5) Führt ein normales Leben auch wenn der Partner da ist!

Wir sehen uns ungefähr alle drei Wochen. Meist für ein langes Wochenende. Mein Terminkalender ist immer voll und auch A. hat in Dresden einiges an Hobby, Freunde etc. . Nur weil man Date-Wochenende hat, heißt es nicht dass das Leben stehen bleibt. Natürlich kann man versuchen nicht 24/7 andere Verabredungen zu haben, doch wenn man mal andere Termine hat, dann ist das auch völlig okay. Ich weiß noch wie ich mich am Anfang immer gestresst habe, dass fürs Wochenende bloß alles eingekauft und die Wohnung geputzt ist. So ein Blödsinn. Es ist natürlich schön eine saubere Wohnung zu haben, doch wenn es mal erst Samstag mit dem wischen klappt, ist das auch okay und nimmt unfassbar viel Stress.


6) Überraschung!

Bevor es direkt falsch verstanden wird: Nein! Nicht spontan vorbei fahren. Gerade bei großen Entfernungen kann das so richtig in Stress ausarten, da der Liebste ja gar nicht mit einem rechnet. Viel mehr sind kleine Aufmerksamkeiten gemeint (auch die sind sehr schön bei keiner Fernbeziehung). Die Lieblingsblumen per Blumen Online-Dienst oder eine schön geschriebene Postkarte kann einem so manche Freudenträne ins Auge drücken. Apropo kleine Story von A. schönster Überraschung bei der ich richtig losweinen musste: Mein letzter Maibaum! A. hatte keine Chancen einen Baum selber zu stellen. Dadurch habe ich auch gar nicht mit einem Bäumchen gerechnet. Seine grandiosen Freunde haben ihm dann aber geholfen und für ihn den Baum gesetzt (Jungs, wenn ihr das lest – ihr bekommt noch Bier von mir!). Auch immer schön ist eine kleine Zettelbotschaft bevor man wieder fährt, oder der Lieblingsdrink in der Abreisetasche.


 7) Gemeinsame Erlebnisse trotz Entfernung

Netflix und Co. machen es möglich. Gemeinsam Serien gucken klappt auch auf Distanz. Zeitgleich auf Play und schon schaut man irgendwie zusammen. Dies kann man natürlich ausweiten auf gemeinsam Bücher lesen oder sich als Motivation fürs Laufen oder Fitness-Studio verabreden. Da sind wohl keine Grenzen gesetzt.


 8) Kein Wettbewerb

Ich finde es wichtig, dass die Fahrerei ausgeglichen ist, doch es gibt immer mal Umstände, die nicht zulassen, dass man sich immer im Wechsel besucht. Doch zusammen ist man ein Team und sollte nicht alles aufwiegen. Hat A. Klausurphase fahre ich halt zweimal nacheinander hin, genauso andersrum. Wichtig ist nur, dass sich keiner benachteiligt fühlt.


9) Lasst etwas da.

Das kann jetzt etwas komisch klingen, doch ich mag es wenn A. nicht in unserer gemeinsamen alten Wohnung alle Sachen zusammen packt als würde er die Zelte abbrechen. Stattdessen landet gemischte Wäsche in der Waschmaschine und die Zahnbürste steht im Bad als wäre sie täglich in Benutzung sein. Alles ein Gefühlsding, das sich so verbundener anfühlt.


10) Redet miteinander!

Der banalste, aber wichtigste Tipp kommt zum Schluss: Nur redenden Menschen kann geholfen werden. Es ist furchtbar unfair, dass man nur über die Stimme urteilen kann wie es dem anderen geht. Ein hoch auf Video-Anrufe, doch auch die lassen nicht zu sich mal feste zu drücken und alles ist wieder gut. Darum redet ganz viel miteinander. Redet über die Beziehung und wie es weiter gehen soll. Es ist bei weitem nicht immer alles toll, doch man kann vieles gemeinsam lösen. 

Lasst mich gerne in den Kommentaren wissen ob ihr noch mehr Tipps auf Lager habt.

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