LICC - BUCHSAUSE: Der Zopf

Donnerstag, 28. März 2019
*UNTERSTÜTZT DURCH PRODUKTPLATZIERUNG

Kaum ein Buch hat mich in den ersten Kapiteln so verwirrt und nachdenken lassen. Die drei ersten Kapitel bestanden aus drei Geschichten wie sie unterschiedlicher nicht sein können. Doch wieso packt man diese Geschichte in einen Roman? Und verfolgt nun mit jedem Kapitel eine neue Story? Um meinem "Nachts nicht schlafen können wegen Krimi"-Dilemma zu entkommen las ich weiter mit  dem Roman "Der Zopf" von Laetitia Colombani. 




Meist bin ich eher abgeschreckt von "Bestseller" Stickern in der Buchhandlung. Ich bin nie so der Freund von den Dingen, die alle tun. Dennoch griff ich nach dem türkis-goldenen Cover. Ein Roman, in dem mir Kitsch nicht direkt vom Cover entgegensprang und dazu ein interessanter Titel "Der Zopf". Flechtfrisuren sucht man in dem Buch vergeblich (Gott sei Dank). Stattdessen tiefgründige Geschichten  von drei starken Frauen. 
Feminismus hin oder her, ich bin gelangweilt von dem Thema. Sicherlich gibt es viele Stellen, an denen Frauen noch benachteiligt sind, doch mindestens genauso viele Gegenbeispiele von richtigen Girlbosses. Und genau solche Ladys sind in dem Buch vertreten. 
Irritiert hat mich allerdings, dass diese Frauen so unterschiedlich sind und dennoch Platz in einem Buch finden. Eine Geschichte handelt in einer Perücken Fabrik und ist damit das erste Indiz zu dem Titel. Die anderen Verbindungen verrate ich nicht, damit das Buch noch spannend bleibt. Soviel sei gesagt: Am Ende schließt sich der Kreis und damit der Zopf.

Bei lauter Krimis, die ich die letzten Monate gelesen habe, eine super leichte und dennoch tiefgründige Abendlektüre. "Der Zopf" ist eine herrliche Verknüpfung dreier Girlbosse die unterschiedlicher kaum sein könnten und dennoch eine Verbindung haben.

*Vielen Dank an den Fischer Verlag für das kostenlose Rezensionsexemplar

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