LICC - BUCHSAUSE: Fische die auf Bäume klettern

Donnerstag, 2. Mai 2019

*UNTERSTÜTZT DURCH PRODUKTPLATZIERUNG 

Ich bin großer Fitzek-Fan. Das ist kein Geheimnis, schließlich bekommt ihr regelmäßig Rezensionen von mir dazu zu lesen (hier und hier). Dieser Fitzek sollte nur so viel anders sein als alle zuvor.

 


„Fische die auf Bäume klettern“, ist ein Buch von Sebastian Fitzek, nicht als bekannter Thriller-Autor, sondern sehr privat als Vater. Er schrieb dieses Buch für seine drei Kinder mit lauter Tipps, die er seinen Kindern mit auf den Weg geben würde, wenn es ihn von jetzt auf gleich nicht mehr geben würde. Sicherlich ist es hilfreich vorher Fitzeks Werke zu kennen, da er gerne auf sie verweist, aber auch ohne Vorkenntnisse lässt sich das Buch gut lesen. Mich würde da wirklich die andere Seite interessieren: Wie es wohl ist, erst diese Fische zu lesen und anschließend seine Thriller? So ein liebevoller Familienvater, der so grausam und „krank“ schreiben kann?

Doch worum geht es? Erklärt Fitzek wirklich, wie es nun die Fische auf Bäume geschafft haben? Natürlich nicht! Stattdessen bekommt man eine Idee von seinem Erziehungsansatz und die Art sein Leben zu leben. In vielen Passagen kam es mir vor, als würde eine Art Onkel mit lauter Lebensweisheiten zu mir sprechen. Keine These ohne Begründung, wird jedes „Motto“ mit ausführlichen Fakten unterlegend. Einige wahre Worte und andere, die mir, als alten Ratgeber-Leser, zu oberflächlich rüber kamen. 
Solltet ihr vor einer großen Entscheidung stehen wie „Sollen wir wirklich ein Haus bauen?“, „Ist es jetzt Zeit für zwei Eltern zu werden?“ oder „Soll ich diesen sicheren Job wirklich kündigen?“, dann hilft der Ratgeber sicherlich mehr auf den Bauch und die Intuition zu hören. Ich persönlich entscheide doch ganz gerne mit dem Kopf, brauche meine Pro-Contra-Listen und kann nicht gut aus dem Bauch heraus entscheiden. Mehr mit Herz und Verstand. 

Für mich ist dieses Buch sicherlich kein Fitzek Bestseller wie seine Thriller und dennoch ganz lesenswert. Perfekt als Urlaubslektüre oder um sich abends ein paar leichte Seiten zu Gemüte zu ziehen, bevor man wie von einem Fitzek-Klassiker Albträume bekommt. Eine Sammlung mit Denkanstößen ohne richtig in die Tiefe zu gehen. Hach, einfach etwas Leichtes für nebenbei. 

Ganz guter Start in ein anderes Genre, doch beim nächsten Mal lese ich gerne wieder Fitzek-Thriller. 

*Vielen Dank an den Droemer Verlag für das kostenlose Rezensionsexemplar

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