LICC - BUCHSAUSE: Postscript – Was ich dir noch sagen möchte

Dienstag, 4. Februar 2020
Der Januar entpuppt sich noch als richtiger Wunscherfüller. Mit einer neuen Buchsause fehlt nur noch ein Veedeltalk und ihr habt all eure gewünschten Lieblingskategorien wieder zusammen.

Also übertragen wir den Titel der BUCHSAUSE "Was ich dir noch sagen möchte" auf "Was ich euch noch im Januar sagen möchte" und erzähle euch davon, was ich über die Weihnachtszeit gelesen habe, in einer Buchrezension von Cecelia Ahern's neuem Roman "Poststcript – Was ich dir noch sagen möchte".




Viel zu selten gehe ich wirklich in einen Buchhandel und stöbere durch die Regale. Das liegt daran, dass zum einen sich die Bücher im Kaminzimmer stapeln, die noch nicht gelesen wurden, zum anderen hole ich mir meist durch Online-Buchclubs oder oder Buchblogs (wie Bookbroker) Ideen, was ich als nächstes lesen will. So gehe ich ganz gezielt im Laden zu Buch XY. Davon abgesehen, lese so langsam, dass ich gerne mal ewig für ein Buch brauche. 

Anders war es mit diesem Roman. "P.S.:Ich liebe dich" ist wohl DER Roman an dem kein Schnulzenleser vorbei kommt. Cecelia Ahern hat ein Meisterwerk damit geschaffen. Schwer vorstellbar ein Buch zu toppen, dass mich sogar zum Weinen brachte. 

Bei Filmen weint und lacht es sich leicht durch passende Musik, doch die zufälligen Radioklänge passen selten zu dem was ich in dem Moment lese. 

Doch bei "P.S.: Ich liebe dich" habe ich in der Bahn laut los gelacht und bitterlich geweint, sodass mich sogar eine alte Dame ansprach ob es mir gut ginge. Ich weiß es noch, als wäre es gestern, dabei war es im Studium 2013. 

Nun, für mich sechs Jahre später, las ich in den Medien, dass eine Fortsetzung raus kommen würde. Mir war schnell klar, dass ich das Buch lesen muss, doch mich umschlich gleichzeitig ein bisschen Angst. Selten sind Fortsetzungen wirklich gut (abgesehen von Ausnahmen wie z.B. der zweite Teil von Frozen). Diese ist es aber!

Der Klappentext: "Vor sieben Jahren ist Holly Kennedys geliebter Mann Gerry gestorben. Er hat ihr Briefe hinterlassen, die sie in ein neues Leben begleitet haben. Da wird Holly von einer Gruppe unheilbar kranker Menschen angesprochen. Inspiriert von Gerrys Geschichte, möchten sie ihren Lieben ebenfalls Botschaften hinterlassen. Holly will nicht in die Vergangenheit gezogen werden – doch als sie beginnt, den Mitgliedern des 'P.S. Ich liebe Dich'-Clubs zu helfen, wird klar: Wir alle können Sinn finden und die Liebe weitertragen."

Direkt im ersten Kapitel fühlte ich mich, als würde ich alte Freunde wieder treffen. Ewig nichts voneinander gehört und doch wieder erkannt. 
Holly lebt ihr Leben und ist spürbar älter geworden, wie ich aber unweigerlich auch. Und so passt es irgendwie wieder mit den Charakteren und meiner Vorstellungskraft. 

Ich brauchte einen Moment, um rein zu kommen, was aber am Genre lag. Ich lese einfach wenig Romane, sodass der Kontrast zu einem Thriller einfach zu groß war, um sich direkt einzulassen. So begleitete das Buch mich einige Wochen, bis der entscheidende Punkt kam. Wieder in der Bahn kamen mir auf einmal die Tränen. Ganz tief im Herzchen erreichte mich die Geschichte wieder und ich las die letzten 100 Seiten in Windeseile. 

Ich weiß nicht wie gut es sich liest, wenn man den ersten Teil nicht gelesen hat, aber für alle die ihn gelesen haben, kann ich den zweiten Teil wärmstens empfehlen. Natürlich kitschig, aber auf eine ganz lebensbejahende Art. 

Holly lebt weiter und vielleicht gibt es irgendwann sogar einen dritten Teil.

Kleines P.S. an euch: Die nächste Buchsause kommt hoffentlich als IG-TV. ;)

Dieser Blogpost entsteht in keiner Kooperation und ich habe das Buch selber gekauft.

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